Claudio Ferrarese, Co-Fondsmanager des Fidelity Flexible Bond Fund bei Fidelity International

„Bei den italienischen Parlamentswahlen am 4. März wird es wohl keinen klaren Sieger geben. Das neue Wahlsystem könnte zudem dafür sorgen, dass eine sehr breite Koalition, auch über Parteigrenzen hinweg, gebildet werden muss.

Aus unserer Sicht ist ein marktfreundlicher Ausgang der Wahl das wahrscheinlichste Szenario. Dabei ist ein Bündnis aus den größten Parteien, also der Demokratischen Partei, der Forza Italia und der Fünf-Sterne-Bewegung, die nächstliegende Variante. Letztere ist mittlerweile einer Beteiligung an einer breiten Koalition weniger abgeneigt, als der Markt zurzeit vermutet. Damit sinkt auch die Gefahr einer von Populisten geführten Regierung und die Chancen für eine verantwortlichere Lösung im Sinne des Landes steigen.

Dagegen eher unwahrscheinlich sind die für die Märkte günstigsten Konstellationen: eine Allianz aus Forza Italia und Demokratischer Partei beziehungsweise eine Mitte-Links-Koalition. Auf kurze Sicht ist damit das Aufwärtspotenzial italienischer Staatsanleihen begrenzt. Zudem bleibt abzuwarten, ob sich die Fünf-Sterne-Bewegung vom reinen Populismus verabschiedet.“