31.03.2015
Ethenea, Guido Barthels

Multi-Asset-Fonds: eine echte Alternative

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Kurze wie lange Zinsen verzeichnen Rekordtiefs, die meisten Aktienindizes bewegen sich nahe ihrem Allzeithoch und überschüssige Liquidität flutet die Märkte. Multi-Asset-Fonds bieten in diesen Zeiten gute Chancen auf eine gute Rendite bei angemessener Volatilität.

Große Phrasen sollte man grundsätzlich sparsam einsetzen, mit Blick auf das Finanzumfeld kann man momentan allerdings getrost von einer Zeit sprechen, „in der Geschichte geschrieben wird“. Erst in ferner Zukunft lässt sich wohl beurteilen, ob letztlich die richtigen Maßnahmen ergriffen wurden.

Anleger erkennen zunehmend, dass die Geldzinsen nicht nur tief sind sondern dies auch noch eine ganze Weile bleiben werden. Daneben schlummern Tausende von Milliarden auf festverzinslichen Papieren mit kurzer Endfälligkeit oder auf Tages- respektive Festgeld. Diese Strategie verspricht selbst im heutigen, durch eine schwache Inflation gekennzeichneten Umfeld, kaum einen soliden Vermögensaufbau. Dafür spräche höchstens, dass bei der kurzfristig aufgetretenen Deflation, getrieben vom fallenden Ölpreis, die Realzinsen noch leicht positiv sind.

Vermögensverwaltete Mischfonds bzw. Multi-Asset-Fonds sind gerade im aktuellen Umfeld eine echte Alternative. Der richtige Mix der Anlageklassen verbessert die Aussichten auf Gewinne und hält zugleich die Volatilität relativ niedrig. Über eine flexible und ausgewogene Anlagestrategie werden einzelne Sparten wie Aktien, Länder- und Unternehmensanleihen, Devisen, Rohstoffe und Edelmetalle analysiert und gewichtet – unabhängig von strikten Benchmarks, die den Portfolio Manager oft stark einschränken. Je nach Marktumfeld variiert das Profil des Mischfonds innerhalb der definierten Anlagegrenzen, von defensiv über ausgewogen bis hin zu offensiv. In extremen Stresssituationen kann ein Mischfonds seine Aktienquote sogar komplett zurückfahren, um die Anleger vor größeren Verlusten zu schützen. Mischfonds eignen sich damit für risikobewusste Investoren, die Wert auf eine niedrige Volatilität legen und eine möglichst risikominimierte Vermögensbildung bevorzugen.

Nicht zuletzt seit der Finanzkrise sind aktiv verwaltete Multi-Asset-Fonds immer mehr gefragt, da sie auch in Zeiten von fallenden Kursen flexibel genug sind, um etwa über Absicherungsstrategien aus den Aktien auszusteigen und Verluste zu reduzieren. Prinzipiell gibt es im Gegensatz zu passiv verwalteten Fonds per se kein schlechtes Marktumfeld für Mischfonds, denn jede Phase bringt gewisse Chancen mit sich. Anleger, die sich nicht jeden Tag über die Irrationalitäten an den Börsen den Kopf zerbrechen möchten, sind mit Multi-Asset-Fonds gut beraten. Sie überlassen die Anlageentscheidungen den Experten mit der nötigen Erfahrung und dem entsprechenden Know-how.

Wir, das Portfolio Management Team von ETHENEA, verfolgen eine Multi-Asset-Strategie mit aktivem Managementansatz. Neben ansprechenden Gewinnchancen ist uns vor allem wichtig, ob die erzielte Rendite in einem günstigen Verhältnis zur Volatilität steht. Daher definieren wir für jede Position die Zielrendite und das maximale Risiko. Eine kontinuierliche Analyse erlaubt es uns, diese beiden Zielgrößen an die momentane Lage anzupassen.

Die Anzahl der unterschiedlichen Positionen im Fondsportfolio wird von uns stets flexibel gemanagt, wobei wir jede Position täglich neu bewerten. Abhängig von der jeweiligen Marktlage, den kurz- und mittelfristigen Erwartungen des Portfolio Managements sowie der Einschätzung von Analystenseite wird die Gewichtung der Anlageklassen Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente angepasst. Eine durchschnittliche Haltedauer kann es im heutigen, durch steigende Volatilität geprägten, Umfeld nicht geben. Je nach Marktentwicklung ist es so möglich, dass eine Position nur eine Woche im Portfolio gehalten wird oder aber, wie bei Anleihen eher üblich, über einen wesentlich längeren Zeitraum. Unser aktives Management erlaubt es uns, auch in stürmischen Zeiten flexibel zu bleiben – ein wichtiges Merkmal für Multi-Asset-Fonds.

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Cédric Baron & Jean-Marc Pont, Generali Investments

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Ufuk Boydak, Loys

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Christian Jasperneite, MM Warburg

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