Finance in Motion: EFSE legt Subfonds für den Wiederaufbau in der Ukraine auf

Der von Finance in Motion beratene European Fund for Southeast Europe (EFSE) legt mit dem Ukraine Sub-Fund (USF) ein Blended-Finance-Investmentvehikel auf. Damit soll der Wiederaufbau in der Ukraine vorangetrieben werden. „Nach der Investition der deutschen Regierung Ende 2023 in Höhe von 50 Millionen Euro hat die EU nun im Rahmen der Ukraine Recovery Conference, die gerade in Berlin stattfand, weitere 55 Millionen Euro für den USF angekündigt“, sagt Sylvia Wisniwski, Managing Director bei Finance in Motion. Damit werden vor allem kleinste, kleine und mittlere Unternehmen gefördert.

Der neue Teilfonds wird die bestehenden Erfahrungen und Beziehungen des EFSE im ukrainischen Finanzsektor nutzen, um maßgeschneiderte Finanzierungslösungen in Landeswährung für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) anzubieten. Diese bilden den wichtigsten Ansatzpunkt, um die Wirtschaft der Ukraine zu stärken und widerstandsfähig zu machen.

„Der Teilfonds ermöglicht es dem EFSE, auch in außergewöhnlich schwierigen Zeiten eine aktive Rolle in der Ukraine zu spielen. Mit über 100 Millionen Euro First-Loss-Capital bietet der USF eine Plattform für institutionelle Investoren, die in den Wiederaufbau der Ukraine investieren wollen“, sagt Andrea Hagmann, Board Chairperson des EFSE.

Der EFSE ist seit über zehn Jahren in der Ukraine tätig und hat Darlehen im Gesamtvolumen von mehr 360 Millionen Euro an mehr als 3.500 Unternehmen bereitgestellt sowie weitere 4,5 Millionen Euro an technischer Hilfe und Zuschüssen für kleine Unternehmen. Damit ist der EFSE einer der wichtigsten Anbieter von Krediten in Landeswährung für den ukrainischen Finanzsektor. 

Der Krieg hat in der Ukraine nicht nur viel Leid verursacht. 3,7 Millionen Menschen wurden vertrieben, Unternehmen zerstört oder eingeschränkt und Vermögenswerte, Infrastruktur und Arbeitsplätze vernichtet. Die Kosten für den Wiederaufbau und die Erholung der Ukraine werden bereits heute, während der Krieg noch andauert und neue Schäden verursacht, auf 452,8 Milliarden Euro geschätzt. KKMU, die das Rückgrat der Wirtschaft bilden, müssen erhebliche Kosten für die Umsiedlung, Umstrukturierung und Anpassung aufbringen, während der Zugang zu Finanzmitteln insbesondere in Landeswährung stark eingeschränkt ist. „Hier setzt der Fonds an“, sagt Hagmann.