Die Attentium Capital Management AG legt heute den Themenfonds „Circular Global Infrastructure“ auf. Der globale Aktienfonds investiert in Unternehmen, die einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten, und setzt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf Infrastrukturunternehmen. „Die Kreislaufwirtschaft entwickelt sich von einem ökologischen Anliegen zu einem zentralen Faktor unternehmerischer Sicherheit“, sagt Thorsten Göbel, Sprecher des Vorstands der Attentium Capital Management AG. „Und deshalb auch zu einem hervorragenden Investmentthema.“
Kreislaufwirtschaft beschreibt ein Modell von Produktion und Verbrauch, bei dem Produkte und Materialien möglichst lange genutzt oder repariert und danach aufgearbeitet oder recycelt werden. „Lange stand dabei der Umweltschutz im Vordergrund“, sagt Göbel. „Heute gewinnen wirtschaftliche Gründe an Gewicht.“ Allein 2022 fielen weltweit rund 62 Millionen Tonnen Elektroschrott an, der wertvolle Edel- und Industriemetalle sowie Seltene Erden enthält. Entsorgungskosten und CO2-Abgaben steigen, zudem gefährden Handelskonflikte und Exportbeschränkungen die Versorgung mit Rohstoffen. „Unternehmen mit zirkulären Geschäftsmodellen brauchen weniger Primärrohstoffe“, sagt Göbel. „Das macht sie unabhängiger und krisenfester, sie gewinnen an Autonomie.“ Dies wird immer mehr ein eigenständiger Wert, der über Kostensenkung hinausgeht.
Infrastruktur spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie dient in besonders hohem Maß der Transformation. Hohe Materialintensität, lange Nutzungsdauern sowie wiederkehrende Investitions- und Instandhaltungszyklen verleihen ihr eine große Hebelwirkung. Zudem sind Infrastrukturunternehmen eine bedeutsame Branche am Kapitalmarkt.
Das Fondsmanagement nutzt einen mehrstufigen Investmentprozess. „Ausgangspunkt ist das Anlageuniversum von ISS ESG mit mehr als 8.000 Unternehmen“, sagt Göbel. „Darauf wendet das Fondsmanagement eigene ESG-Kriterien an.“ Die Portfoliowerte müssen einen positiven Einfluss auf das Nachhaltigkeitsziel SDG 12 haben, das für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster steht. Das Portfolio muss einen nachvollziehbaren Bezug zu den acht R-Strategien der Kreislaufwirtschaft aufweisen. Dazu zählen unter anderem Reparatur, Wiederaufbereitung und Recycling. Den Abschluss bildet eine fundamentale und technische Analyse der einzelnen Aktien.
Es wird ein gleichgewichteter Ansatz verfolgt und das Portfolio wird aus 35 bis 45 Titeln bestehen. Der Schwerpunkt liegt auf profitablen und liquiden Unternehmen mit etabliertem Produktportfolio und einer Marktkapitalisierung von mehr als zehn Milliarden US-Dollar, die ihre Prozesse in relevantem Umfang zirkulär gestalten. Ergänzt werden diese um Mid und Small Caps mit technologisch innovativen Produkten. Die Auswahl erfolgt bottom-up und unabhängig von Benchmark-Gewichtungen, regionale Schwerpunkte sind dabei möglich.
Kreislaufwirtschaft ist ein Querschnittsthema. „Wir legen uns daher nicht auf einzelne Branchen fest“, so Göbel. Wegen der starken Transformationswirkung liegt der besondere Fokus jedoch auf Infrastrukturunternehmen. Dazu zählen nicht nur die klassischen Bereiche Verkehr, Handel, Immobilien, Versorgung und Telekommunikation, sondern auch Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz, Raumfahrt und neue Formen der Energieversorgung. Das Portfolio wird über verschiedene Branchen und Sektoren mit Bezug zur Circular Economy diversifiziert, ein ständiges Risikomanagement überwacht die Risikokennzahlen.
Der Fonds „Circular Global Infrastructure“ ist als Fonds nach Artikel 8 plus eingestuft. „Wir haben eine klare Ausrichtung“, sagt Göbel. „Die verbindliche Vorgabe zu SDG 12 macht unseren Anspruch nachprüfbar.“ Der Fonds soll Stiftungen und allen werteorientierten Anlegern einen einfachen und innovativen Zugang zu den Themen Kreislaufwirtschaft und Infrastruktur bieten.
Mehr unter www.attentium.de

