Neue Rekordhöchststände an den Märkten

An den Märkten herrschte wieder Euphorie und insbesondere die US-Märkte erzielten neue Rekordhöchststände. Unterstützend wirkten vor allem die Unternehmenszahlen zur Berichtssaison zum vierten Quartal, die in Summe mehrheitlich positiv überraschten. Auch das Abflauen der Corona-Neuinfektionen und die fortschreitenden Impfkampagnen, zumindest außerhalb der Eurozone, sorgten für positive Stimmung. In den USA wurden die vielbeachteten ISM-Indizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor veröffentlicht. Der Index für das verarbeitende Gewerbe gab von 60,7 auf 58,7 Prozent nach, womit der Rückgang etwas stärker als erwartet ausfiel. Der Wert für den Dienstleistungssektor stieg hingegen entgegen den Erwartungen und zwar von 57,2 auf 58,7 Prozent. Ebenfalls veröffentlicht wurden die Arbeitsmarktzahlen für den Monat Januar. Es wurden nur 49.000 neue Stellen geschaffen, was unter den Konsensusschätzungen lag. Die Arbeitslosenquote ging derweil stärker als erwartet von 6,7 auf 6,3 Prozent zurück. In China gaben die Einkaufsmanagerindizes hingegen deutlich nach, nachdem es zu einem Wiederaufflackern der Pandemie, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, kam. Der von Markit berechnete Industrieindex fiel von 53 auf 51 Punkte, der Dienstleistungsindex von 56,3 auf 52. Ausschlaggebend hierfür dürften neuerliche Reise- und Kontaktbeschränkungen im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes gewesen sein. Für die Eurozone wurden Inflationszahlen veröffentlicht. Die Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Januar um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem im Dezember der Wert noch bei -0,3 Prozent lag. Die Kerninflationsrate machte gar einen Satz von +0,2 auf +1,4 Prozent. Auch BIP-Zahlen für die Eurozone wurden veröffentlicht: Im vierten Quartal 2020 schrumpfte diese um 0,7 Prozent, was etwas besser war als erwartet.

Die globalen Aktienmärkte konnten, angeführt von den USA, allesamt deutlich zulegen. Hinter dem US-amerikanischen Aktienmarkt folgte Japan, das Schlusslicht bildetet Europa. Die Schwellenländer legten noch stärker zu als die Industriestaaten. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung wiesen Small Caps sowohl in den USA als auch in Europa eine Outperformance auf. Auf Ebene des Investmentstils konnte in den USA das Growth-Segment Value leicht outperformen, in Europa war es umgekehrt. Auf Sektorebene sah es in den USA wie folgt aus: Relative Stärke bewiesen Titel aus den Sektoren Energie, Kommunikationsdienstleistungen und Financials. Relative Schwäche zeigten die Sektoren Gesundheit, Versorger und nichtzyklischer Konsum. In Europa ergab sich folgendes Bild: Am besten schnitten Aktien aus den Sektoren Financials, zyklischer Konsum und IT ab. Eine Underperformance kam aus den Sektoren Energie, Versorger und nichtzyklischer Konsum.

Im Rentenbereich entwickelten sich Euro-Staatsanleihen, angeführt von deutschen Bundesanleihen, negativ. Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating notierten nahezu unverändert. Hochzinsanleihen legten im Einklang mit den Aktienmärkten zu. Hartwährungsanleihen aus den Schwellenländern konnten im Berichtszeitraum ebenfalls zulegen.

Auf der Währungsseite konnte der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter um 1,03 Prozent zulegen. Der japanische Yen zeigte sich 0,29 Prozent stärker. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent legte um knapp vier US-Dollar zu und schloss bei 59,34 US-Dollar.