Quant.Capital GmbH & Co. KG: Hochfrequenter Eigenhandel: mehr Ertrag bei geringerem Risiko

An kleinen Bewegungen der Märkte zu verdienen, ist das Geschäftsmodell schneller Eigenhändler. Wenn etwa der Bund-Future ausschließlich intraday, dafür aber häufig gehandelt wird, statt ihn über Nacht zu halten, kann der Ertrag deutlich gesteigert werden – bei geringerem Risiko.

Dazu hat die Quant.Capital GmbH & Co. KG (QCKG) eine Simulation erstellt: Am Beispieltag – Montag, 9. August 2021 – eröffnete der Bund-Future an der Eurex bei einem Stand von 176,45. Im Laufe des Tages erreicht er ein Hoch von 176,91, ein Tief bei 176,39 und schließt bei 176,58 mit einem Plus von 0,13 Punkten oder 0,07 Prozent. Jeder Basispunkt des Kontrakts lautet auf zehn Euro, der Unterschied zwischen Eröffnung und Schluss beträgt also 130 Euro.

Um diese 130 Euro mit einem Long-only-Ansatz zu vereinnahmen, müsste der Kontrakt den gesamten Tag über gehalten werden. Bei einem notwendigen Margin-Einsatz von 2.500 Euro, beträgt die Rendite also 130 Euro je 2.500 Euro oder 5,2 Prozent.

„Eine durch hohe Geschwindigkeit gesteuerte Handelsstrategie schafft deutlich mehr“, sagt Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der QCKG. So wurden an diesem beispielhaften 9. August 2021 insgesamt 405.853 Kontrakte in dem betrachteten September-Bund-Future gehandelt. In der Simulation gab die QCKG-Handelsstrategie Signale für 331 Transaktionen, bei denen insgesamt 852 Kontrakte gehandelt wurden.

„Die durchschnittliche Haltedauer der Positionen betrug elf Minuten, wobei die Spanne von elf Mikrosekunden Haltedauer bis zu 99 Minuten Haltedauer reicht“, so Falke. Das durchschnittliche Handelsvolumen lag bei 2,56 Kontrakten. Insgesamt lieferte diese simulierte Strategie ein Ergebnis von 516 Euro.

Um dies mit der Rendite einer Long-only-Position zu vergleichen: Der Margin-Einsatz bei im Schnitt 2,56 Kontrakten beträgt 2,56 mal 2.500 Euro, also 6.400 Euro. Bei einem Ertrag von 516 Euro auf die eingesetzten 6.400 Euro liegt die Rendite bei 8,06 Prozent. Dabei handelt es sich hier um einen reinen Nettoertrag nach allen Kosten, bei der hypothetischen Long-only-Position wurden diese nicht berücksichtigt. Damit verschiebt sich das Verhältnis noch zusätzlich leicht in Richtung des schnellen Smart-Trading.

Dies gilt umso mehr, wenn neben der Rendite auch das Risiko betrachtet wird. „Durch die extrem vielen und sehr kurzen Haltedauern verringert sich das Preisänderungsrisiko enorm“, sagt Falke. Durch die geringen Positionsgrößen sinkt das absolute Portfolio-Risiko. Und da die Handelsstrategien nur bei klaren Signalen auch den Trade auslösen, wird das Risiko bei starken Marktbewegungen durch simple Nicht-Teilnahme am Handel minimiert.

Insgesamt zeigt dieses Beispiel, das auf die meisten anderen Handelstage übertragbar ist, wie stark der Ertrag gesteigert und das Risiko verringert werden können. „Zusätzliche Risikostreuung entsteht durch den Einsatz verschiedener Strategietypen auf mehreren zugrunde liegenden Basiswerten“, sagt Falke. „Die absoluten Erträge lassen sich durch eine leichte Anhebung der Positionsgrößen direkt beeinflussen.“