Der Markt für tokenisierte Wertpapiere wächst rasant: Immer öfter werden Aktien nicht in ein Depot eingebucht, sondern digital auf einer Blockchain abgebildet. „Viele Investoren setzen auf die Tokenisierung realer Vermögenswerte, weil ihnen das erhebliche Effizienzgewinne bringt – und dabei klare rechtliche Strukturen existieren“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat der Super Global Services SA.
Das Gesamtvolumen tokenisierter realer Vermögenswerte, sogenannter Real World Assets, kurz RWA, hat sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate vervierfacht – auf mehr als 26 Milliarden US-Dollar. Allein die Marktkapitalisierung tokenisierter Aktien hat mittlerweile die Marke von einer Milliarde US-Dollar übersprungen. Gleichzeitig ist das Segment verglichen mit dem klassischen Aktienmarkt noch verschwindend klein. „Das lässt für die nächsten Jahre hohes Wachstum im Handel tokenisierter Wertpapiere erwarten, denn immer mehr Emittenten und Investoren erkennen die Vorteile einer Abwicklung über die Blockchain“, sagt Knoblach.
Wertpapiere auf einer Blockchain abzubilden, macht den Vertrieb effizienter und erleichtert die Handelbarkeit. Transaktionen lassen sich innerhalb weniger Sekunden verarbeiten und ausführen, ohne dass ein Broker zwischengeschaltet ist. Somit sind auch unmittelbare Verkäufe zwischen Investoren, der Peer-to-Peer-Handel, durchführbar – unabhängig von Börsenöffnungszeiten. Zudem ist es möglich, nur ein Bruchstück einer Aktie zu erwerben.
Neben den Vorteilen beim Handeln bleiben die Merkmale eines Investments in konventionelle Wertpapiere erhalten: Die Wertentwicklung verläuft nahezu eins zu eins zum Kurs des zugrunde liegenden Papiers. Auch regulatorisch werden die Assets entsprechend behandelt. „Rechtlich handelt es sich bei den auf der Blockchain abgebildeten RWA bei entsprechender Ausgestaltung weiterhin um Wertpapiere“, sagt Knoblach.
Bei der Abwicklung über Dienstleister in Luxemburg gilt gleichzeitig der etablierte regulatorische Rahmen des Finanzplatzes im Großherzogtum: Für Produkte, die als Compartments aufgesetzt sind, gelten die klaren Leitplanken des luxemburgischen Verbriefungsgesetzes.
Nicht nur die Tendenz, Aktien als tokenisierte Wertpapiere abzubilden, dürfte sich daher in den kommenden Monaten verstärken. Weil die Blockchain Transaktionen illiquider Güter wie Immobilien ebenfalls vereinfacht, sei auch hier mit größerer Nachfrage zu rechnen: „Tokenisierung ist mittlerweile gelebte Praxis – und in unserer Branche stehen wir damit erst am Anfang“, sagt Knoblach.
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