Super Global: Bondmarkt in Bewegung: Chancen für institutionelle Anleger

Am Anleihemarkt vollzieht sich derzeit eine deutliche Umwälzung. Am langen Ende der Zinskurve sind die Renditen zuletzt so schnell gestiegen wie seit Langem nicht mehr. „Für institutionelle Anleger ist es an der Zeit, ihre Anleihepositionierungen zu überprüfen“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat der Super Global Services SA.

Gerade bei lang laufenden Staatsanleihen zeigt sich die Entwicklung deutlich: Papiere mit Laufzeiten von zehn Jahren und mehr haben einen Renditeanstieg verzeichnet, der in seinem Tempo weit über Bewegungen der vergangenen Jahrzehnte liegt. Für viele institutionelle Anleger kommt diese Geschwindigkeit überraschend. „Diese schnelle Bewegung schafft auf der einen Seite Risiken, bietet aber auch gute Chancen“, so Knoblach.

Die Duration rückt damit wieder in den Fokus der Anleger. Über Jahre spielte sie bei vielen Portfolios eine untergeordnete Rolle. Nun eröffnen die veränderten Renditeniveaus entlang der gesamten Zinskurve neue Chancen. Zwei Szenarien bestimmen dabei die Diskussion: Setzt sich eine hartnäckige Inflation durch, dürften die Renditen am langen Ende entsprechend dem steigenden Risiko auf dem erhöhten Niveau verharren oder weiter steigen. Beschleunigt sich dagegen das Wachstum spürbar, sinken die Risiken gerade am langen Ende und die Renditen dürften wieder nachgeben.

„Wir sehen zwei Möglichkeiten vor uns: Inflation auf der einen Seite, Wachstum auf der anderen. Und nur wer flexibel bleibt, kann von beiden Seiten profitieren“, sagt Knoblach. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Europäischen Zentralbank zu. Ihre Sitzungen im weiteren Jahresverlauf gelten als wegweisend für die Richtung der Renditen im Euroraum. Gerade nach der jüngsten Bewegung am langen Ende richten sich viele Blicke auf die kommenden geldpolitischen Signale. Schon kleine Änderungen in der Kommunikation des EZB-Rates können weitere Ausschläge an den Anleihemärkten auslösen. Institutionelle Anleger benötigen deshalb Strukturen, die sich innerhalb kurzer Zeit an neue Entwicklungen anpassen lassen.

Der Standort Luxemburg bietet dafür klare Vorteile. Ein Luxemburger Compartment lässt sich in rund zwei Wochen auflegen. Die Struktur kann nahezu alle Anlageklassen abbilden, von Staats- und Unternehmensanleihen über Derivate bis zu strukturierten Produkten. Als depotfähiges Wertpapier lässt es sich zudem unkompliziert in bestehende Verwahrstrukturen institutioneller Kunden integrieren. „Ein Compartment in Luxemburg steht in zwei Wochen. Das ist der Vorteil, den institutionelle Kunden in einem solchen Marktumfeld brauchen“, sagt Knoblach.

Die CSSF als zuständige Aufsichtsbehörde sowie das weltweit anerkannte Luxemburger Verbriefungsgesetz sorgen dabei für einen regulatorischen Rahmen, der institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland Rechtssicherheit bietet. Zudem lassen sich innerhalb eines Vehikels mehrere vollständig abgegrenzte Compartments mit unterschiedlichem Risikoprofil führen. Ein Investor kann so auf ein Inflationsszenario setzen, während ein zweites Compartment auf ein Wachstumsszenario ausgerichtet ist. Für taktische Richtungswechsel bedeutet das kurze Reaktionszeiten. Für langfristig orientierte Anleger bietet dieselbe Struktur zugleich die nötige Stabilität über mehrere Zinszyklen hinweg.

So bedeutet die aktuelle Bewegung am langen Ende einen konkreten Anlass, bestehende Anleihepositionen zu überprüfen. „Wer Duration und Ausrichtung frühzeitig anpasst, kann von der weiteren Entwicklung an den Zinsmärkten profitieren, unabhängig davon, welches der beiden Szenarien sich am Ende durchsetzt“, sagt Knoblach.