Die nächste Phase des Impact Investing geht über klassische Entwicklungsziele hinaus: Dies wurde heute beim 20-jährigen Jubiläum des European Fund for Southeast Europe (EFSE) sichtbar. In Mostar wurden weitere Finanzierungen unterzeichnet, mit denen erneut privates Kapital für die Nachbarn Europas mobilisiert wird.
Seit seiner Gründung zeigt der von Finance in Motion co-verwaltete Fonds, dass Entwicklungsfinanzierung wirtschaftlich tragfähig sein kann und gleichzeitig Impact generiert. Diese Fonds verbinden öffentliches mit privatem Kapital. Über sein Netzwerk aus Partnerbanken verbessert EFSE den Zugang zu Finanzierung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Haushalte. „Damit stärkt der Fonds lokale Finanzsektoren und die wirtschaftliche Stabilität der Region“, sagt Sylvia Wisniwski, CEO von Finance in Motion. Gegründet wurde der EFSE als öffentlich-private Partnerschaft durch die KfW Entwicklungsbank und mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
In der neuen Phase des Impact Investing geht es zunehmend darum, mehr privates und institutionelles Kapital zu mobilisieren. „Risikoabsicherungsmechanismen durch öffentliches Kapital haben dabei eine Brückenfunktion, um privates Kapital zu mobilisieren“, so Wisniwski. „Sie ermöglichen Pensionsfonds und anderen institutionellen Investoren, in die Nachbarregionen der EU zu investieren, was normalerweise außerhalb des klassischen Anlageuniversums liegt.“ Europäische Investoren suchen zunehmend nach Investments jenseits ihrer heimischen Märkte. Gut strukturierte Fondsvehikel können deshalb langfristiges Kapital in Volkswirtschaften lenken, die Europa geografisch nahe und wirtschaftlich eng verbunden sind. Diese Volkswirtschaften gewinnen für Europas künftiges Wachstum an Bedeutung.
EFSE-Vorsitzende Linda Broekhuizen sagt: „Seit 20 Jahren zeigt EFSE, was öffentliche und private Partner gemeinsam erreichen können. Aus einer mutigen Idee wurde eine stabile Plattform, die vielen Menschen Zugang zu Finanzierungen ermöglicht, die Lebensgrundlagen vor Ort gestärkt und den Finanzsektor in ganz Südosteuropa und im Kaukasus gestärkt hat. Unser Ziel bleibt klar: Investitionen dorthin zu lenken, wo sie am meisten gebraucht werden. Zugleich will der Fonds Chancen für lokale Unternehmen schaffen und zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Region beitragen.“
Volker Oel, Generaldirektor Osteuropa beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: „EFSE ist ein Beispiel für eine öffentlich-private Partnerschaft, die zu Frieden, wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Teilhabe beiträgt.“
Notenbankgouverneurin Jasmina Selimović aus Bosnien und Herzegowina sagt: „Mit dem Jubiläum in Mostar bekräftigten wir unser gemeinsames Engagement für zwei Jahrzehnte Partnerschaft und wirtschaftliche Chancen in der Region.“

